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Wie die Kirche ihren religiösen Machtanspruch durchsetzen will

Donnerstag, 12. November 2009 12:39 christen moralist Kommentare (0)

Die christlichen Kirchen wollen ihren Machtanspruch durch die Geschwader der Gläubigen durchsetzen – jedenfalls in Berlin. Ein Volksbegehren, das unter dem Flagge „es geht um die Freiheit“ segelt soll die liberale Handhabung der Religionsunterrichtes im Land Berlin ausgehebelt werden – durch einen Volksentscheid.

Die Kontrahenten stehen sich unversöhnlich gegenüber – und die Kirche ist offenbar bereit, um die Macht zu kämpfen. Man glaubt, die erforderlichen Stimmen für einen Volksentscheid zu haben – doch die Stimmen nützen nichts. Es ist das Volk, das entscheidet – und hoffentlich stellt es sich trotz Einmischung von prominenten Bundespolitikern – auf die Seite der echten bürgerlichen Freiheitsrechte. Und zu denen gehört auch, von der Religion in der Schule verschont zu werden, denn unsere Kultur beruht keinesfalls auf dem Christentum allein – es ist lediglich eine Komponente, die ohnehin allgegenwärtig ist.

Man kann in der Bundesrepublik nichts gegen die Allmacht der Kirchen in der Schule tun – sie steht nun mal in der Verfassung (Art. 7 Abs. 3 Satz 1 GG). Indessen gibt es die „Bremer Klausel“, die besagt, dass Länder, die am 1. Januar 1949 bereits eine entsprechende anderslautende Verfassung hatten, den Religionsunterricht auch abweichend gestalten konnten.



Tags für diesen Artikel: christen, menschenrechte

Gott und der Papst von Rom

Dienstag, 23. Dezember 2008 22:49 christen moralist Kommentare (0)

Sexuelles Verhalten jenseits der heterosexuellen Beziehungen sei "eine Zerstörung des Werks Gottes" , soll der Papst von Rom nach einem Zeitungsbericht gesagt haben.

Nun, ich nehme mal an, dass Gott diese Sache besser übersieht als der römische Papst und unterstelle, das er die Äußerungen des Mannes aus Rom mit einem nachsichtigen Lächeln bedacht hat.
Tags für diesen Artikel: christen, katholiken

Weihnachten

Dienstag, 2. Dezember 2008 08:23 christen moralist Kommentare (0)

Am Liebsten würden die Katholiken das Fest ja umbenennen: Christfest sollte es heißen oder Geburtsfest, wie in manchen romanischen Ländern. Denn der Name Weihnachten stört die Christen nach wie vor. Seit der Entstehung des Namens streiten sich Christen und „Heiden“ um die Entstehung des Namens: Die einen wollen die „wihen Nachten“ schon in vorchristlicher Zeit gesehen haben, die anderen pochen vehement darauf, dass Weihnachten ein Christfest ist und sonst gar nichts – so, als gäbe es weder Jul noch Wintersonnenwende.

Das Lichterfest, wie es in allen nordischen Ländern, in Teilen Englands und in Norddeutschland gefeiert wird, ist Teil eines Brauchtums, das vor der Christianisierung existierte – und da können die Leute aus Rom uns diktieren, was sie wollen: Weihnachten bliebt das Fest der Rückkehr des Lichts – und wenn die Christen ihren Religionsstifter ebenfalls feiern wollen, dann hindert sie ja niemand daran.
Tags für diesen Artikel: christen, jesus, katholiken, weihnachten

Katholiken: Karfreitag arrogant

Freitag, 21. März 2008 09:26 christen moralist Kommentare (0)

Der vorläufige Höhepunkt katholischer Arroganz:

„Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.“

Wenn ich es richtig gelesen habe, will der Papst von Rom, dass heute so gebetet wird. Was hätte wohl der Religionstifter selber über diesen Papst gedacht? Er war ganz und gar Jude, und auch wenn er die Schriftgelehrten attackierte, tat er es nicht, um in Rom eine neue Religon zu schaffen.

Publicity mit Jesus Christus für Hurenretter?

Freitag, 8. Februar 2008 08:18 christen moralist Kommentare (0)

Dr. Petra Boynton weist in ihrem Blog darauf hin, wie pressewirksam es immer noch ist, von der „Rettung gefallener Mädchen“ zu berichten: Huren kommen immer gut in der Presse, und wenn die Retter nah sind, dann ist wieder mal alles in Butter – zumal, wenn die Retter Ex-Rotlichtfrauen sind, die gerade Jesus Christus wieder entdeckt haben. Ähnliche Berichte gibt es auch von Damen der Lustfilmbranche.

Einen Moment bitte – da gäbe es Einwände. Erstens ist nämlich gerade das bigotte Bürgertum vergangener Jahre schuld daran, dass Huren verachtet und die soziale Schmuddelecke gestellt wurden. – wo sie teilweise gar nicht hingehören, denn bürgerliche Ehemänner haben ja schließlich reichlich genutzt, was angeblich „dreckig“ war.

Zweitens: Huren können durchaus Christen sein, ja, sogar Kirchgänger. Oder sollte die christliche Kirche inzwischen den Huren verbieten, ihre Gotteshäuser zu besuchen?

Drittens: Der Religionsstifter der christlichen Religion hat den Huren das Himmelreich versprochen. Warum versprach er es nicht den Priestern?

Viertes: Gott liebt Huren wie alle anderen Menschen auch. Die angebliche „Ächtung“ der Huren ist eine Bibelauslegung, die sich auf Tempelhurerei bezieht.

Fünftens und letztens: Es gibt und gab Organisationen, die sich um Huren kümmern, die körperlich und emotional wirklich „am Ende“ sind – zumeist haben sie aber auch noch andere Probleme als den Hurenberuf. Ihnen gebührt Dank und Anerkennung, ob sie nun Christen sind oder nicht.

Die gegenwärtige Pressekampagne zweier Rotlichtdamen wirft ein merkwürdiges Licht auf Huren, Hurenretter und vor allem die Presse (hier der Telegraph), deren Organe oft allzu blauäugig und willfährig den Blick des Biedermanns übernehmen.



Artikel übernommen aus: wortwechsler (freier content)

Huren für Jesus

Dienstag, 29. Januar 2008 12:36 christen moralist Kommentare (0)

Nicht ist auf dieser Welt so wichtig wie Ruhm – und mit sogenannten Web 2.0-Aktvitäten, den Hurengeruch im Hintergrund und Jesus auf den Lippen kann man offenbar auch in die Zeitung kommen. So jedenfalls scheint es Frau Annie Lobert, zu gehen, nach Eigenangaben eine Ex-Hure – freilich keine sonderlich erfolgreiche, wenn man bedenkt, dass sie ein Tageseinkommen von 500 USD angibt.

Was an diesen Dingen so stört: Niemand sagt, welche Budget hier wie verwendet wird, was konkret geboten wird und was die Dame letztendlich wirklich bewog, den Weg einzuschlagen, Huren zu helfen, die von diesem Weg abkommen wollen.

Jeder kann behaupten, er sei von Jesus dazu erweckt worden – das ist, mit Verlaub, so ziemlich der billigste Spruch den man sich für einen Wandel überhaupt ausdenken kann.

So, und was sagt Frau Lobert den Huren? Dass Gott sie liebt – ziemlich wenig, denke ich. Jesus hatte ihnen einst sogar das Himmelreich versprochen – im Beruf und nicht, falls sie damit aufhören.
Tags für diesen Artikel: christen, huren, jesus

Christen nach dem Mund schreiben

Samstag, 12. Januar 2008 16:40 christen moralist Kommentare (0)

Offenbar ein neues Hobby manches deutschen Journalisten: den Christen nach dem Mund zu schreiben - und dabei noch äußerst peinliche Behauptungen als Tatsachen auszugeben.

Jung, Prüde und schwanger – der richtige Weg?

Freitag, 11. Januar 2008 17:52 christen moralist Kommentare (0)

Der Stern bringt es auf den Punkt: Jung, Prüde und schwanger – das ist das Ergebnis der „Neuen Moral“ in den USA. Das Gegenteil, „jung lustvoll und mit Kondomen verhüten“ ist hingegen offenbar Teufelswerk. Vergessen wir nicht, dass die „Neue Moral“ in den USA aus einer Melange einer dort ansässigen Glaubensrichtung mit einem Regierungsprogramm hervorgegangen ist – und vergegenwärtigen wir uns ruhig einmal, dass ähnliche Kräfte auch in Europa wirken. Vielleicht hören wir dann nicht mehr auf die „neuen“ Moralprediger.

Evangelische Zentralstelle motzt gegen Atheisten

Montag, 7. Januar 2008 12:14 christen moralist Kommentare (0)

Pfarrer Reinhard Hempelmann von der „Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen" schlägt wild auf die seiner Ansicht nach Ungläubigen ein und schreibt:

„Obwohl (die) Mitgliederzahlen (atheistischer Verbände) äußerst begrenzt sind, beanspruchen sie dennoch für sich einen exklusivistischen Gestaltungsauftrag und erheben im Namen der Wissenschaft eine naturalistische und atheistische Weltanschauung zur Norm“.

Vielleicht erklärt mal jemand diesem Herrn Hempelmann, dass die Ergebnisse der Wissenschaften und ihre Folgen für die Religionen nicht von „atheistischen Verbänden“ proklamiert werden, sondern sich aus den Naturwissenschaften heraus selbst erklären lassen.

Ferner sollte sich Herr Hempelmann vielleicht einmal damit beschäftigen, dass die Bürger der Bundesrepublik Deutschland in einem demokratisch verfassten Staat leben, der das Grundgesetz (und nicht die Gesetze der christlichen Religion) als höchste, für alle Bürger geltenden, bindenden Vorschriften vorsieht.

Aber Herr Hempelmann versucht gar nicht erst, mit seinen Mitmenschen den Frieden zu finden, sondern prophezeit er arrogant dies:

„Der Lernprozess, sich damit abzufinden, dass es in einer liberalen Demokratie auch gläubige Bürger dauerhaft geben wird, die ihr Leben und Handeln vor Gott verantworten wollen, steht manchen Propagandisten eines Atheismus und evolutionären Humanismus noch bevor.“

Wieso eigentlich Lernprozess? Hindert etwas jemand die Christen in Deutschland daran, ihr Handeln „vor Gott zu verantworten“? Oder sollte sie ihre Verantwortung vor Gott nicht vielleicht im richtigen Leben so zeigen, dass man sie auch erkennen kann?

Na schön. Wollen wie mal sehen, welcher Lernprozess der „Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“ noch bevorsteht. Vielleicht der, nicht wild herumzumotzen, sondern sich sachlich auseinanderzusetzen - wenn es denn gelingt.

Gott weiß alles – Kreuz.net weiß alles besser

Sonntag, 6. Januar 2008 19:15 christen moralist Kommentare (0)

Satiren über Christen zu schreiben, erübrigt sich völlig – man muss nur Kreuz.net lesen:

„Gott hat die Sexualität nicht über die Liebe gestellt, sondern sie ihr unterworfen“.

Ja, mein lieber Michael Brenner, hätten Sie die Genesis gelesen, wäre Ihnen das nicht passiert. Schade eigentlich. Man soll Gott doch nicht lästern, oder?

Dies will ich Ihnen auch nicht vorenthalten:

„Der durch die 68er entfesselte Sex-Wahn hat mehr Opfer gefordert als der dämonische Faschismus und Kommunismus zusammengerechnet.“

Na ja … wer es mit dem Wahrheitsgehalt der Genesis nicht so ernst nimmt, nimmt das irdische Leben offenbar auch nicht so ernst.

Britney Spears und der Jungfraueneid

Sonntag, 6. Januar 2008 11:29 christen moralist Kommentare (0)

Es gibt Dinge, die man einer angeblich religiösen Person verzeihen sollte – und dazu gehören alle fleischlichen Sünden. Aber eines ist unverzeihlich: Gott selbst anzurufen, einen Eid vor ihm in der Öffentlichkeit zu leisten – und zu wissen, dass es ein populistisch wirksamer Meineid ist.

Genau dies aber hatte Frau Spears getan: Der amerikanischen Organisation „True Love Waits“ zuliebe leistete sie den Schwur vor Gott, keinen Geschlechtsverkehr zu haben, bevor sie eine christliche Ehe eingehen würde.

Man mag einwenden, dass dieser Schwur bereits in der Grundlage ein Meineid ist, denn kein junges Mädchen kann im frühen Teenageralter wirklich einen solchen Eid leisten. Doch dann geht der Vorwurf zurück an die Kirchen oder Sekten, die dahinterstehen: Meineide sind kein Volkssport – und wie bitte, sollen erwachsene Frauen die Bedeutung eines Schwurs beurteilen können, wenn man ihnen bereits in der Jugend einen Meineid abgetrotzt hat?

Ja – Sie haben recht – der Fisch stinkt vom Kopf. Aber dies ist auch richtig: Viele junge Mädchen hätten ihren Falscheid nicht ausgesprochen, wenn man ihnen Britney Spears nicht als Popanz hochgehalten hätte. Und insofern trifft die Sängerin eine Mitschuld.

Dieser Tage bricht die Fassade „Britney Spears“ endgültig ein. Hoffen wir einmal, dass die Millionen, die Frau Spears als Idol verehrt haben, nun schlauer sind.

Neue Peinlichkeiten um Eva Herman

Freitag, 4. Januar 2008 15:47 christen moralist Kommentare (0)

Das Christentum lässt sich ganz schön strapazieren – vor allem, wenn man es wegen Nichtigkeiten im Munde führt. So hat also die leidige Ex-Fernsehmoderatorin und heutige Buchautorin Eva Hermann nun gleich das Christentum bemüht, um ihren Konflikt mit Johannes B. Kerner zu entschärfen: es sei eine „christliche Pflicht“, anderen Menschen zu vergeben, sagte sie der BILD-Zeitung.

Kerner selber hatte die selbst ernannte Kulturkämpferin aus seiner Sendung geworfen – mit Fug und Recht. Doch offenbar hat auch er mittlerweile klein beigegeben und gemeint, er habe sich damals „falsch entschieden“.

Man fragt sich, was nun eigentlich peinlicher ist – Eva Hermans Buch, ihre außerliterarischen Parolen, der Hinauswurf oder die Versöhnung? Wenn Sie mich fragen: Das Peinlichste an allem ist Frau Hermans Vergebung im Namen des Christentums.
Tags für diesen Artikel: christen, kirche

Weihnachten denke ich an die Huren

Montag, 24. Dezember 2007 08:07 christen moralist Kommentare (0)

Ich kann Weihnachten nicht umhin, Sie daran zu Erinnern, dass der Religionsstifter, dessen Geburt Sie heute feiern, den Huren das Himmelreich versprochen hat – und werde den Gutmenschen noch den Pfarrern (die hießen damals noch anders, aber das tut wenig zur Sache).

Die jungen Frauen, die da draußen alle Arten von erotischen und sexuellen Dienstleistungen verrichten, verdienen Respekt – nicht Verachtung und auch nicht Mitleid.

Das ist alles, was ich Ihnen heute zu sagen habe, es sei denn: God Jul, fröhliche Weihnachtstage, eine lustvolle Wintersonnenwende und tolle Raunächte.

Babyfotos von Teenie-Baby Spears bereits verkauft?

Samstag, 22. Dezember 2007 16:41 christen moralist Kommentare (0)

Wie ORF aktuell heute meldete, hat die schwangere 16-Jährige Jamie Lynn Marie Spears eine Fotositzung mit ihrem Baby bereits vorab verkauft – sie soll eine Million US-Dollar dafür bekommen. Jamie Lynn ist die Schwester einer gewissen Britney Spears, die früher einmal als Sängerin und christliche Vorzeigejungfrau Karriere machte.

Wie das Schicksal so spielt: Andere Teenager-Mütter werden diffamiert und an den Rand der Gesellschaft gestellt, und Miss Spears bekommt eine Million US-Dollar in den Rachen geworfen – dafür, dass sie mit voraussichtlich 17 Mutter wird?

Hoffen wir mal, dass dies nicht Schule macht – denn wenn Jamie nun das Vorbild einer ganzen Generation wird, dann mal gute Nacht, Amerika.



Tags für diesen Artikel: christen, keuschheitserziehung, kirche, mädchen

Wie Wikipedia christianisiert wird

Samstag, 22. Dezember 2007 12:50 christen moralist Kommentare (0)

In Wikipedia wird das Lichterfest und alles, was damit zusammenhängt, mehr und mehr verchristlicht. Es scheint, als habe eine neue Generation von Theologen erkannt, was wir alle schon bei „Alice im Wunderland“ gelesen haben: Wer einem Wort eine bestimmte Bedeutung gibt, der herrscht – es kommt also darauf an, wer die Macht hat, um einem Wort Bedeutung zu geben.

Sieht man bei Weihnachten nach, so ist Wihnachten, „die wiehen (oder wihen) Nachten“ inzwischen ausgestorben – alles wird mit Christentum zugeschüttet. Selbst „Jul“ wird abgewertet – obwohl der Norden nach wie vor auf das Christfest pfeift und Jul feiert.

Sogar die 12 Nächte, die seit der Kalenderreform „zwischen den Jahren“ liegen, werden christianisiert – wo wie der Lichterbaum zum „Christbaum“ mutiert. Ach ja, und die Wintersonnenwende? Die haben die Nazis den Deutschen zerdeppert. Dabei ist sie der Zeitpunkt des Wandels zum Licht, der Weg zurück zur Herrschaft der Sonne, der eigentliche Festtag im Dezember – und auch der Ursprung des Festes – zu jenen Zeiten, zu denen es noch gar keinen christlichen Religionsstifter gab.

Lediglich die „Zeit zwischen den Jahren“ wird noch richtig beschrieben – aber wie lange noch? Bald werden auch hier die Christen eingreifen und unsere gesamte Geschichte verchristlichen. Das Internet bietet die Möglichkeit dazu, HUMPTY DUMPTYs Wort zur Leitlinie zu machen:

`The question is,' said Alice, `whether you can make words mean so many different things.'
`The question is,' said Humpty Dumpty, `which is to be master -- that's all.'

Ja, das ist alles – solange wir Übrigen uns nicht wehren.
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