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Gutmensch Mixa und die Bankenkrise

Mittwoch, 15. Oktober 2008 18:16 katholiken moralist Kommentare (0)

Nachdem es schon Frau Ingeborg Schäuble von der Welthungerhilfe nicht lassen konnte, die Lösung der Bankenkrise mit dem Hunger in der Welt in einen unzulässigen Zusammenhang zu bringen, meldet sich nun auch noch der Katholik Mixa zu Wort, der in Augsburg als Bischof fungiert. Mixa sagte nach einem Pressebericht: "Die Bedrohung, die von einer kinderfeindlichen Gesellschaft für unser Land ausgeht, ist viel größer als die Bankenkrise und ihre Behebung genauso dringlich".

Natürlich, Herr Mixa, natürlich Frau Schäuble - es ist alles so wichtig, dass man jetzt mit solchen Sprüchen wieder in die Presse kommt, das verstehe ich ja nur zu gut. Versztehen kann cih auch, dass man sich als Bischof populistisch gibt. Nur sollte man die Damen und Herren Gutmenschen vielleicht daran erinnern, dass die Gelder, die dem einen zufließen, dem anderen weggenommen werden - denn irgend jemand muss am Ende ja wohl die Zeche bezahlen - und das wird dann wohl der Steuerzahler sein. Nur eben anders aufgeteilt als bisher.

Katholiken: Meinung eines Kinderarztes verallgemeinert

Dienstag, 5. Februar 2008 09:38 katholiken moralist Kommentare (0)

Die Katholiken suchen sich aus der Welt alles heraus, was ihren Vorstellungen am nächsten kommt: Wenn in der Schweiz ein Kinderarzt behauptet, dass eine „Eine sinnvolle Sozialisierung“ nur bei Vollfamilien mit Eltern und mindestens drei Kindern möglich ist, dann steht das eben im katholischen Netz.

Das Angriffsziel der Schweizer Polit-Katholiken (KVP) sind jedoch eigentlich die Kinderkrippen, gegen die wie folgt agitiert wird. „„Anstelle der Sozialisierung ist die Liebe zu setzen … der Staat und die Krippen sind nicht in der Lage, eine Erziehung aus Liebe zu leisten.“

In der Lage oder nicht – Kinderärzte sollten nicht als Kronzeugen für katholische Polit-Ideologen herhalten.

Der Papst von Rom: „Erziehungsnotstand“

Dienstag, 5. Februar 2008 09:36 katholiken moralist Kommentare (0)

Ich höre die Töne aus der katholischen Welt und evangelikalen Kreisen bereits seit Mitte 1950. Damals hat der katholisch angestrichene Adenauerstaat noch in die gleiche Tröte gepustet – deswegen konnte man sich dem Gejammer einfach nicht entziehen.

Die Rede ist von der Jugend, die keine Leitbilder mehr vorfindet – und angeblich, so ein Katholik, sei dies anno 2008 der Fall „die neuen Generationen zeigen sich für die Werte der älteren unsensibel. Die Folge ist Desorientierung – es fehlen ihnen die festen Bezugspunkte.“

Ach, lieber Herr Papst von Rom, lieber Herr Kommentator – das haben Sie und Ihre Vorgänger uns auch schon in den 1950er Jahren gesagt, und dann in Folge fast jedes Jahr. Immer waren wir, die Jugend, desorientiert, hatten keine „festen“ Bezugspunkte und garantiert die falschen Idole – keine Priester, keine Nonnen, keine Gutmenschen.

Nur: Wir Alten erinnern uns noch daran – an die vergeblichen Versuche eurer Priester, fremdartige Gedanken aus dem Orient in unsere Hirne zu pflanzen, noch mehr aber an die Beschimpfungen und Beleidigungen, der wir damals ausgesetzt waren.

Das können wir als Alte verzeihen – aber nicht vergessen. Wenn jetzt wieder eine Aktion gestartet werden sollte, die sich gegen die Freiheit wendet und für eine Unterwerfung unter die Moral des Katholizismus – dann kann ich nur sagen: Wehret den Anfängen.

Weihnachten: Kuckuckskinder und Josef

Mittwoch, 19. Dezember 2007 09:59 katholiken moralist Kommentare (0)

Die katholische Kirche ist schon merkwürdig: Wenn es um Kuckuckskinder geht, also außerehelich gezeugte Kinder, die dem Ehemann untergeschoben werden, dann sagt die Kirche: „Denkt doch an den Zimmermann Josef“ und nehmt das Kind an.

Ich, für meinen Teil, halte das für einen krassen Fall von moralischer Verwirrung – da wird die betrügerische Ehefrau nicht nur verherrlicht, sondern auch noch der angeblich „heiligen Jungfrau“ Maria gleichgestellt. Man verdreht die Worte eben seitens der Kirchen immer so, wie man sie gerade braucht.

Tags für diesen Artikel: josef, katholiken, kirche, weihnachten

Kardinäle sind Liebesprediger

Mittwoch, 31. Oktober 2007 16:39 katholiken moralist Kommentare (0)

Deutsche Kardinäle sind Liebesprediger – und dürfen mit großer Wahrscheinlichkeit auch so genannt werden. Jedenfalls darf man sie nicht "Hassprediger" nennen, denn so werden nur Geistliche genannt, "die unter religiöser Verbrämung volksverhetzende Aktivitäten entfalten und zu Gewalt aufrufen".

Ehre, wem Ehre gebührt. Ein deutscher Kardinal ist ein Liebesprediger – haben Sie das verstanden? Sagen Sie bitte laut und deutlich: „Jawoll“ und knallen Sie die Hacken zusammen, man.

Der Herr Meisner und das Triebbündel Mensch

Samstag, 27. Oktober 2007 16:50 katholiken moralist Kommentare (0)

Ja, lieber Herr Meisner, da hat sie nun einer dieser grünen Gutmenschen (Volker Beck) Sie als Hassprediger bezeichnet – das ist natürlich nicht schön – und sofort ist dann auch die interfraktionelle Trostfraktion aus CDU und FDP zusammengetreten und hat den Herr Beck öffentlich ausgeschimpft, weil er damit in solche Töpfe geworfen würde, wo er nicht hineingehört.

Ei Potz. Man bracht einen Kasper und eine Gretel, eine Großmutter und ein Krokodil, um anständig Kaspertheater spielen zu können – aber so viele Krokodile?

Aber – ich wollte ja auf die Sache zurückkommen – und da ging es wohl überwiegend um Meisners Lieblingsthema – schwul sein ist pfui. Na schön – irgendein Lieblingsthema muss der Mensch ja haben. Aber – nun wird die Sache erst richtig interessant: Das „Triebbündel Mensch“ habe nämlich sein „Schöpfungsgedächtnis verloren“.

Darüber sollten wir mal diskutieren. Wir haben nämlich kein „Schöpfungsgedächtnis“, sondern eben diesen Trieb. Sehen Sie mal, liebe Katholiken, das muss der Chef gewusst haben. Denn schließlich hat er ja gesagt „seid fruchtbar und mehret euch“ – ich meine, Herr Meisner: Irgendwas muss ja dran sein, oder?

Wollen die Katholiken unbedingt Zoff?

Donnerstag, 25. Oktober 2007 22:37 katholiken moralist Kommentare (0)

Wie es scheint, ist Deutschland katholische Kirche auf Krawall gebürstet: Der Bischof von Fulda, Herr Heinz Josef Algermissen, hat jedenfalls zum Boykott eines Musicals aufgerufen, dass von der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ als eine Art fröhliches Aufklärungswerk für Kinder gedacht war. Die patzige Stellungnahme des Kirchenmannes: „Nach Auffassung der Kirche hat die Sexualaufklärung ihren originären Platz im Elternhaus und kann nicht Aufgabe einer Theatertruppe sein“.

Daumen runter für den Kirchenmann: Die Sexualerziehung hat ihren Platz überall – in der Schule und auch im Theater. Was jetzt kommt, ist aus vorasugegangenen Fällen bekannt: Der Kirchenmann wird sich auf die freie Meinungsäußerung herausreden, seine Kirche wird ihn abdeckeln und alles, alles wird seinen Gang gehen – und der Kirchemann darf bleiben. Fragt sich nur - wie lange noch?

Lob für den tapferen CDU-Politiker Alois Riehl

Dienstag, 9. Oktober 2007 11:40 katholiken moralist Kommentare (0)

Während die Katholiken in Deutschland eine neue Ikone zu haben scheinen, die Eva Herman heißt, Hat sich der Hessen-Wirtschaftsminister wegen seiner Zivilcourage verdient gemacht: er hatte gefordert, dass Frau Herman beim "Forum deutscher Katholiken" in Fulda wieder ausgeladen wird.

Vom Kongressleiter, Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein, ließ sich die Herman freilich als „tapfere Frau“ feiern – womit sich mal wieder zeigt, was man in Katholikenkreisen als „tapfer“ bezeichnet. Der Fürst ist unter anderem Präsident des Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und anderer katholischer Organisationen.

Wenn sich die Katholiken im Krieg befinden

Montag, 8. Oktober 2007 13:46 katholiken moralist Kommentare (0)

Die katholische Kirche fühlt sich als Gegner im Krieg – gegen den Europarat, ja gegen die EU ganz allgemein – aber sie befindet sich offenbar auch im Krieg gegen die Menschenrechte. Wenn die offizielle katholische Kirche mit dem übereinstimmt, was ein gewisser Paul Herzog von Oldenburg im Katholikennetz von sich gibt, dann befindet sich die katholische Kirche also im Krieg mit jedem von uns. Nur – niemand hat ihr den Krieg erklärt. Ob der Herzog seinen Privatkrieg führt? Wir wissen es nicht – aber die katholische Kirche sollte schnellstens sagen, ob sie nun zu den Menschenrechten steht oder nicht.

Eva Herman hat ihr Publikum - Katholiken

Montag, 8. Oktober 2007 11:20 katholiken moralist Kommentare (0)

Frau Eva Herman, die geschasste NDR-Moderatorin und Buchautorin, hat ihr Publikum gefunden - konservative Rechtskatholiken. Fragt sich, wer ihr noch zujubelt. Oder sollten wir besser nicht mehr fragen?

Die Kulturredaktionen, der Kardinal und der Zentralrat der Juden

Donnerstag, 20. September 2007 08:01 katholiken moralist Kommentare (0)

Man könnte die Sache als Pikanterie der Geschichte ablegen, wenn sie nicht so bedeutsam für die Beurteilung der Kultur in Deutschland wäre.

Da maßt sich also ein deutscher Kardinal an, kulturelle Leistungen abzukanzeln, die keinen Gottesbezug haben. Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, forderte eine Entschuldigung, was sein gutes Recht ist, doch hätte er eigentlich eine vollständige Revidierung fordern müssen – denn das, was der Kardinal sagte, ist eine Ungeheuerlichkeit.

Die Kulturpäpste der deutschen Zeitungen versuchen, das Thema abzuwiegeln. Ist ihnen der Katholizismus mehr wert als die Geistesfreiheit? Immerhin, die Frankfurter Rundschau findet klare Worte:

„Es geht darum, die Menschen in die Knie zu zwingen vor dem ewigen Gott, der ewigen Wahrheit und vor den Priestern, die sie verwalten. Religion ist die vielleicht die älteste totalitäre Versuchung.“

Der Zentralrat der Juden fühlte sich ebenfalls berufen, zu kritisieren – ebenfalls sein gutes Recht, hatte der Kardinal doch das Wort „entartet“ verwendet. Doch das Merkwürdige an der Sache: Als der Gastartikel des Kardinals in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschien, in dem der Kardinal das angebliche „Missverständnis“ erläuterte und sich für den Ausdruck entschuldigte, war der Zentralrat plötzlich zufrieden – so, als wäre es gar nicht um die Freiheit und Unabhängigkeit der Kunst gegangen, sondern nur um ein Wort.

Es mag eine deutsche Unzulänglichkeit sein, an Worten zu hängen und die rhetorischen Schachzüge der Kirchenvertreter dahinter zu vergessen. Aber es stimmt doch bedenklich, wenn Kulturredaktionen den Zusammenhang nicht mehr erkennen. Oder ist es schlicht Duckmäusertum? Das würde manches erklären.

Textzitat gegen das Vergessen::

„Vergessen wir nicht, dass es einen unaufgebbaren Zusammenhang zwischen Kultur und Kult gibt. Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte."

Kardinalfehler

Dienstag, 18. September 2007 11:48 katholiken moralist Kommentare (0)

Der Kardinal Joachim Meisner hat einen Kardinalfehler begangen. Nicht nur weil er von "einarteter" Kultur sprach, sondern weil der gesamte Sinnzusammenhang seiner Rede ein Schlag ins Gesicht der Kulturschaffenden ist. Doch das interessiert den Kardinal ebenso wenig wie seine Erzdiözese.

In Verkennung des Sinnzusammenhangs ließ sie verlauten: "Wer dieses einzelne Wort isoliert und NS-Assoziationen unterlegt und damit dem Kardinal vorwirft, dass er dieses Vokabular oder dieses Denken benutzt, dann kann ich dies nur in aller Schärfe zurückweisen", sagte ein Sprecher.

Nein, nein. mein lieber Herr Generalvikar Dominik Schwaderlapp - da haben Sie wohl nicht genau zugehört, als Ihr Kardinal gesprochen hat. Und da er glaubt, sich nicht entschuldigen zu müssen, nehme ich an, dass alles Wort für Wort genau so gemeint war, wie es gesagt wurde.

Abgetrieben? 15 Jahre in den Knast!

Donnerstag, 6. September 2007 10:13 katholiken moralist Kommentare (0)

Ein gewisser Matt C. Abbott denkt sich etwas über Frauen – das kann er meinetwegen tun – es herrscht ja Meinungsfreiheit. Peinlich wird die Sache aber, wenn es bei „Catholic Online“ erscheint. Der übersetzte Text:

„Ich glaube, dass eine Frau, die abtreiben will, in manchen Fällen wirklich die eigentliche Täterin ist. Sie weiß genau, was sie tut. Sie wird von niemandem gezwungen. Vielleicht handelt sie sogar gegen die Wünsche der Menschen, die sie lieben. Dies ist die Frau, die wir als Kriminelle behandeln sollten – wenn nicht wegen Mordes, dann wenigstens wegen Beihilfe zum Mord. Was wäre die angemessene Strafe? Zwischen 15 Jahren Gefängnis und lebenslänglich – oder nicht?“

Gelesen bei Jezebel, zuvor ähnlich bei feminsting.

Selbsternannte Schwulenheiler mit Kirchensegen

Mittwoch, 5. September 2007 14:07 katholiken moralist Kommentare (0)

Man mag es beinahe nicht glauben: Auf „Einladung des Universitätsklinikums und unter dem Ehrenschutz von zum Beispiel Landeshauptmann Fritz Voves (SP) und Diözesanbischof Egon Kapellari“ wird im Oktober im österreichischen Graz ein Kongress stattfinden, auf dem diskutiert werden soll, wie Schwule und Lesben von ihrer „Krankheit“ geheilt werden können. Dies berichtete der "Standard".

Das Mittelalter scheint doch noch nicht ganz vorbei zu sein – nur trägt es ist jetzt das Deckmäntelchen der Wissenschaft.

Der Papst wird Grün

Montag, 3. September 2007 06:54 katholiken moralist Kommentare (0)

Die Überschriften der deutschen Zeitungen lassen den Schluss zu, dass Rom einen neuen PR-Berater hat: Man gibt sich umweltbewusst. Nach einer Meldung von Radio Vatikan rief er zu „ehrenamtlichen Engagement, zum Einsatz für eine gerechtere Welt und zum Schutz der Umwelt“ auf.

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