Teenager können kaum etwas weniger gebrauchen als unerwünschte Schwangerschaften – und die Dummbacken unter ihnen, die im rauschigen Zustand von Alkoholfüllung einerseits und Spermienfüllung andererseits schwanger geworden sind haben ein Recht darauf, dass ihnen geholfen wird – und zwar rechtzeitig.
Das ist natürlich auch im Vereinigten Königreich umstritten, wo Minderjährige durchaus die „Pille danach“ bekommen können – ohne großes Brimborium.
Den
Gutmenschen steht inzwischen der Schaum schon deutlich sichtbar vor dem Mund: Dumme Sprüche statt schneller Hilfe: „Wir sollten als Gesellschaft die jungen Menschen ermutigen und drängen, „nein“ zum Sex zu sagen, bis sie alt genug für eine Beziehung in Liebe sind“. Natürlich sollten wir das – aber wir müssen uns auch klar sein, dass die Jugend nicht tut, was wir sagen. Das ist typisch Gutmenschen: Die höchsten Normen ansetzen, aber im Fall der Not nichts als Sprüche im Mund zu haben. Doch wie fast alle Gutmenschen will man auch im UK nicht sagen, dass einem eigentlich die liberale und demokratische Gesellschaftsordnung miss fällt – und dann heißt es eben, so etwas sei „ethisch falsch“ – und weil „ethisch meist nicht gut ankommt, wird „medizinisch“ noch nachgereicht. Nur eines beachten die Falschmoralprediger wieder mal nicht – wenn es nötig ist, dann gehört die Beratung und Konsultation in ein medizinisches Konzept, das zu jeder Stunde greifbar ist – und nicht in einen religiösen Sinnzusammenhang.